OSTBÖHMEN

Eine der schönsten und vom Sichtpunkt Touristik sehr attraktive Region Böhmens stellt bestimmt der Gebirgsfu der Orlické Hory dar. Das wilde und mit undurchdringlichem Wald bedeckte Gebiet an der Nordostgrenze Böhmens verblieb ohne ständige Besiedlung praktisch bis ins 13. Jahrhundert, wo die Benediktiner Stifte in Police nad Metují und Broumov gründeten und von dort aus die angrenzenden Gebiete kolonisierten. Die meisten Einwohner in diesem Gebiet, insbesondere in seinem nördlichen Teil, kamen aus deutschsprachigen Ländern. Etwas später entstanden auf Schlüsselpunkten gotische Burgen, die über die Zeit hinweg umgebaut wurden, und die Sie noch heute sehen können.







Empfohlenes Reiseprogramm

1.Tag: Ankunft in Náchod oder Rychnov n.K. oder Hradec Hrálové Unterkunft in einem ***Hotel
2.Tag: Morgen - Ausflug nach Tøebechovice (Bethlehem) Nachmittag - Besichtigung vom Schloß Opoèno
3.Tag: Morgen - Besichtigung vom Schloß Náchod Nachmittag - Ausflug in die Adršpach-Felsen
4.Tag: Morgen - Besichtigung vom Schloß Rychnov Nachmittag - Besichtigung eines Glaswerks

Unterkunft

Hotel ÈERNIGOV***, Hradec Králové

Hotel BONATO***, Náchod

Hotel HAVEL***, Rychnov nad Knìžnou

TØEBECHOVICE - Bethlehem

Eine kleine Stadt mit 5.500 Einwohnern. Um die Wende des 19. Und 20. Jh. entstand hier eine wertvolle Volks-Holzschnitzerei von Josef Probošt und Josef Kapucián - der Bethlehem von Tøebechovice. 400 bewegliche Figuren, in der letzten Zeit im Ausland ausgestellt.

ADRŠPACH-TEPLITZER FELSEN

Eine romantische Formation von Sandsteinfelsen in Ostböhmen, die auf einer Fläche von 25 km2 ganze Felsenstädte bilden. Die Felsenstädte sind das Ergebnis einer ungleichmässig wirkenden Erosion der Sandsteinblöcke, die die Ablagerungen eines sich einst vom Norden bis hierher erstreckenden Meeres gebildet hatten.

RYCHNOV NAD KNÌŽNOU - SCHLOSS

Ursprünglich eine Festung, in der 2. Hälfte des 16. Jh. in ein Renaissanceschloß umgebaut. Im 17. und 18. Jh. repariert und mit der Beteiligung des Architekten J. Santini-Aichel erweitert. Während des Dreissigjährigen Krieges gewannen die Herrschaft die Libšteiner von Kolowrat, wobei das Schloss deren Nachfolgern gegenwärtig zurückgegeben wird. Historische Interieure mit der bedeutenden Kolowrater Gemäldesammlung.

OPOÈNO - SCHLOSS

Repräsentatives Renaissanceschloß der Trèkas von Lípa, erbaut 1560-1569, geriet nach 1634 in den Besitz der Familie Colloredo, unter welcher das Schloß baulich modifiziert (wahrscheinlich unter der Leitung des Architekten G.B. Alliprandi) wurde. Historische Interieure mit einer bedeutenden Bildergalerie, gegründet von F.G. Colloredo-Mansfeld; Bibliothek; ethnographische Sammlungen.

SAFARI - DVÙR KRÁLOVÉ

Der Zoo wurde 1946 als Bestandteil des Heimatmuseums der Stadt Dvùr Králové auf dem Grundstück des ehemaligen Privatparks gegründet. Seine Fläche betrug damals nur 6,2 ha. Heute dehnt er sich auf einer Gesamtfläche von 72 ha aus. Bis dahin wurden im Tiergarten über 1800 Tiere gezüchtet. Mit fast 290 Arten gezüchteter Tiere zählt der Zoo zu den gröten in Europa.

RATIBOØICE - SCHLOSS

Das Schloß ist vor allem durch die Person der Herzogin K.V. Zaháòská - der Frau Fürstin aus dem Roman "Oma" (Babièka) von B. Nìmcová bekannt. Ursprünglich eine Festung, später in ein Barockschloß umgebaut, dessen Disposition erhalten blieb. Das Schloß wurde 1825-1826 im Empirestil umgebaut.

KUKS - SPITAL

Einzigartiger von F.A. Špork gegründeter Barockkomplex, mit wessen Bau 1692 (G.B. Alliprandi) begonnen wurde. Zuerst als Kurhaus in der Nähe von Heilquellen gebaut; 1695 war das Kurbad bereits im Betrieb. Am anderen Elbeufer ein Spital mit der Dreifaltigkeitskirche und Gruft. Der Autor der Plastiken vor der Kirche ist M.B. Braun. Interieure des Spitals mit Apotheke sind im Barockstil ausgelegt; das Lapidarium enthält Statuen von M.B. Braun; Kirche, Gruft.

NÁCHOD

Kreisstadt (22.000 Einwohner) in Nordostböhmen an der Grenze zu Polen. Stark entwickelte Textilindustrie. Die Stadt mit ihrer Burg entstand vor 1254 auf einem alten Handelsweg. Oberhalb der Stadt steht an der Stelle der ehemaligen gotischen Burg ein Barockschloß (erbaut 1650-59); zeitgemässe Innenausstattung, wertvolle Sammlungen (Gobelins).

NOVÉ MÌSTO NAD METUJÍ - SCHLOSS

Ursprünglich eine Festung, Beginn des 16.Jh. in ein Renaissanceschloß und nach dem Dreissigjährigen Krieg im Barockstil umgebaut. 1908 kaufte das Schloß der Industrialist J. Bartoò von Dobenín und seine Renovierung D. Jurkoviè anvertraut, der hier eine repräsentative Residenz mit moderner Austattung schuf. Historische Interieure im Jugendstil und im Stil der 20-er und 30-er Jahre.

NÁCHOD - SCHLOSS

Um 1270 gegründete frühgotische Burg. Ende 16. und Anfang 17.Jh. Umbau im Renaissance- und Frühbarockstil. 1637 erwarb Náchod O. Piccolomini, der hier wertvolle Möbel gesammelt hat. Historische Interieure, die vor allem an die Zeit Piccolominis erinnern. Bedeutende Sammlungen von Gobelins und Stilleben mit Blumenmotiven.